Psychotherapie

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Quelle: http://www.duf-net.de/Paraprophil_1024.jpg

Noch immer ist der Gang zu einem Psychotherapeuten in Deutschland eher ein Tabu-Thema, für manche sogar eine persönliche, erzieherische oder familiäre Bankrotterklärung. Die Folge dieser gesellschaftlichen Haltung ist, dass viel zu oft viel zu spät geholfen werden kann. Viele psychische Krankheiten von Kindern und Jugendlichen sollten jedoch früher erkannt werden, damit Therapie noch erfolgreicher sein kann. Wichtig ist es außerdem, dass man sich darüber im Klaren ist, dass es viele verschiedene Therapieansätze gibt und dass nicht jede Form von Therapie bzw. Therapeut für den Patienten geeignet ist.

Deshalb hier ein kurzer Überbilck über die gängisten Therapieformen:

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Psychotherapie#Arten_von_Psychotherapie

Arten von Psychotherapie

Psychotherapie ist stark durch sogenannte Schulen geprägt, welche jeweils ein eigenes Weltbild, Krankheitskonzept und Methoden pflegen. Es gibt aber auch einzelne psychotherapeutische Methoden, die nicht schulen-spezifisch sind.

Offizielle anerkannte Psychotherapie

Innerhalb der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung in Deutschland sind zur Zeit folgende Behandlungsformen als Psychotherapie für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche anerkannt:

* Psychoanalytisch begründete Verfahren
o Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (hier kann Katathym-Imaginative Psychotherapie angewandt werden) als
+ Kurztherapie
+ Fokaltherapie
+ Dynamische Psychotherapie
+ Niederfrequente Therapie in einer längerfristigen, Halt gewährenden therapeutischen Beziehung (supportive Psychotherapie)
o Analytische Psychotherapie

Diese Anerkennung der Methoden gilt für die Psychoanalyse, die Analytische Psychologie und die Individualpsychologie

* Verhaltenstherapie mit verschiedenen Schwerpunkten (Hier kann z.B. die Rational Emotive Therapie nach Albert Ellis oder die Kognitive Verhaltenstherapie angewandt werden)
o Stimulus-bezogene Methoden (z.B. Systematische Desensibilisierung)
o Response-bezogene Methoden (z.B. operante Konditionierung, Verhaltensübung)
o Methoden des Modelllernens
o Methoden der kognitiven Umstrukturierung
o Selbststeuerungsmethoden
* Gesprächspsychotherapie - (Dies gilt allerdings noch nicht für die kassenärztliche Versorgung. Es kam bei der Überprüfung des Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie zur formalen Fehlern. Diese Anerkennung als wissenschaftliche Psychotherapie gilt auch nicht für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen.)

Sie kann als Einzeltherapie oder als Gruppentherapie stattfinden.

Außerdem sehen die Psychotherapie-Richtlinien des Bundesauschusses der Ärzte und Krankenkassen im Rahmen der psychosomatischen Grundversorgung Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Hypnose (als Einzelbehandlung) vor. Die Heilmittelverordnung erkennt zur Therapie psychischer Störungen außerdem Ergotherapie an, innerhalb der auch Gestaltungstherapie und Arbeitstherapie stattfinden können.


Anmerkung von Michael Thoma:
Die in Standard-Lehrbüchern häufig besprochen existentialistisch-humanistischen Therapien (Klientenzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Logotherapie und Existenzanalyse, Psychodrama) erfüllen die Erfordernisse der deutschen Richtlinien zwar nicht, sind in der Praxis aber sehr gängige Verfahren, die durchaus auch ihre Anhänger haben. Nicht jede positive Therapie-Wirkung kann man wissenschaftlich erklären...und dennoch ist sie oft beobachtbar.
Zum Glück gibt es auch Krankenkassen, die alternative bewährte Therapieformen finaziell tragen bzw. unterstützen!